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VHS Kurse anbieten: Verdienstmöglichkeiten und Tipps

Veröffentlicht 5. Februar 2026

VHS Kurse anbieten: Verdienstmöglichkeiten und Tipps

Der Weg zum Kursleiter: Erste Schritte an der Volkshochschule

Bevor wir über das Geld sprechen, müssen wir klären, wie du überhaupt an den Punkt kommst, Kurse zu geben. Die VHS ist eine kommunale Bildungseinrichtung. Sie sucht nach engagierten Leuten, die Fachthemen anbieten können, die die Menschen in der Region interessieren. Das ist oft unkomplizierter, als du vielleicht denkst. Du brauchst keine lange pädagogische Ausbildung, aber du musst in deinem Fachgebiet wirklich kompetent sein und es verständlich vermitteln können.

Ideen für dein Kursangebot finden

Der erste Schritt ist, deine Idee zu konkretisieren. Schau dir an, was die VHS in deiner Stadt gerade anbietet. Gibt es Lücken? Vielleicht fehlt ein Anfängerkurs in einer bestimmten Programmiersprache oder ein Kurs zur Pflege von Zimmerpflanzen. Recherchiere, welche Themen gefragt sind. Das ist entscheidend für deinen zukünftigen Verdienst, denn nur volle Kurse zahlen sich aus.

• Marktanalyse: Welche Kurse laufen gut? Wo gibt es lange Wartelisten?

• Dein Alleinstellungsmerkmal: Was bietest du anders an? Dein Spezialwissen ist dein Kapital.

• Zielgruppe definieren: Richte dich an Anfänger, Fortgeschrittene oder eine spezielle Altersgruppe?

Kontaktaufnahme und Konzeptentwicklung

Kontaktiere die zuständige Fachbereichsleitung der VHS. Die meisten Volkshochschulen haben auf ihrer Webseite Informationen für Dozenten. Du bewirbst dich nicht wie bei einem normalen Job. Stattdessen reichst du ein aussagekräftiges Kurskonzept ein. Dieses Konzept ist dein Verkaufsargument. Es sollte kurz beschreiben, was der Kursinhalt ist, für wen er ist und was die Teilnehmer am Ende können sollen.

Sei hier präzise. Wenn du zum Beispiel „Yoga für Anfänger“ anbietest, beschreibe genau, welche Stile du nutzt und was die Lektionen beinhalten. Eine klare Struktur hilft der VHS, deinen Kurs zu bewerben und die Teilnehmer zu gewinnen. Wenn die VHS deinen Vorschlag annimmt, bekommst du einen Honorarvertrag. Dieser Vertrag regelt die Details deines Auftrags und damit auch deinen Verdienst.

Der Verdienst als VHS-Dozent: Was steht im Honorarvertrag?

Jetzt kommen wir zur zentralen Frage: Wie hoch ist der Verdienst, wenn ich VHS Kurse anbiete? Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Dozenten an der VHS nicht fest angestellt sind. Du arbeitest in der Regel auf Honorarbasis. Das bedeutet, du wirst für die Stunden bezahlt, die du tatsächlich unterrichtest. Das ist eine wesentliche Unterscheidung zum festen Arbeitsverhältnis. Wie du zum Beispiel VHS-Kurse in Mainz findest, erfährst du in einem weiteren Beitrag.

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Die Berechnung der Kursgebühren und dein Anteil

Die VHS legt die Kursgebühr für die Teilnehmer fest. Diese Gebühr setzt sich zusammen aus verschiedenen Komponenten: den Raumkosten, den Verwaltungskosten der VHS und deinem Honorar. Du erhältst nicht die gesamte Kursgebühr. Die VHS behält einen Teil ein, um die Infrastruktur und die Organisation zu decken. Dein Anteil ist dein Brutto-Honorar.

Die Höhe des Honorars variiert stark. Es gibt keine einheitliche Regelung, die für alle 600+ Volkshochschulen in Deutschland gilt. Der Satz hängt oft von der Region, der Art des Kurses und deiner Erfahrung ab.

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Typische Honorarsätze und was sie bedeuten

Als Richtwert kannst du in vielen Regionen von einem Honorar zwischen 15 Euro und 30 Euro pro Unterrichtsstunde (U-Std.) ausgehen. Achtung: Eine Unterrichtsstunde an der VHS dauert oft 45 Minuten, nicht 60 Minuten. Prüfe das unbedingt in deinem Vertrag!

Beispielrechnung: Nehmen wir an, dein Honorarsatz beträgt 20 Euro pro 45-minütiger Einheit. Wenn dein Kurs 10 Abende à 90 Minuten (also zwei 45-Minuten-Einheiten) läuft, erhältst du pro Abend 40 Euro. Bei zehn Abenden sind das 400 Euro Brutto für den gesamten Kurs.

Manchmal gibt es unterschiedliche Sätze für bestimmte Fächer. Gerade im Bereich der beruflichen Weiterbildung oder bei sehr spezialisierten, nachgefragten IT-Kursen kann der Satz höher liegen. Künstlerische oder allgemeine Bildungsthemen (wie Grundkurse in Sprachen oder Handarbeit) liegen oft am unteren Ende dieser Spanne.

Die Tücken des Honorars: Was du wirklich verdienst

Du musst dir bewusst sein, dass das Honorar, das auf dem Papier steht, noch nicht dein Nettogewinn ist. Wenn du über deinen VHS kurse anbieten verdienst nachdenkst, musst du alle Abzüge einplanen. Das ist der Punkt, an dem viele Neueinsteiger überrascht sind.

Krankheit, Ausfall und Teilnehmerzahl

Dein Verdienst ist direkt an die Durchführung des Kurses gekoppelt. Fällt dein Kurs wegen zu geringer Anmeldezahlen aus, erhältst du kein Honorar. Auch wenn du krank wirst und eine Vertretung organisieren musst, wird es kompliziert. In der Regel bekommst du nur für geleistete Stunden bezahlt. Plane also einen kleinen Puffer ein, falls der Startkurs nicht sofort voll wird oder jemand abspringt.

Abgaben und Steuern: Dein unternehmerisches Risiko

Da du als Honorarkraft arbeitest, bist du im Grunde selbstständig für diesen Auftrag. Das bedeutet, du musst dich selbst um Steuern und Versicherungen kümmern. Das ist kein Grund zur Sorge, aber du musst es einplanen, um nicht am Ende draufzuzahlen.

• Steuern: Du musst deine Einnahmen in deiner jährlichen Steuererklärung angeben. Die VHS meldet die Zahlungen zwar an das Finanzamt, aber die Verantwortung liegt bei dir. Ziehe einen angemessenen Betrag für die Einkommensteuer zurück.

• Sozialversicherung: Bist du nebenbei angestellt, läuft das meist unkompliziert über dein Hauptgehalt. Bist du hauptberuflich als Dozent tätig, musst du dich selbst kranken- und pflegeversichern. Das ist ein wichtiger Kostenfaktor beim Verdienst als Dozent an der VHS.

• Kosten für Materialien: Wenn du für den Kurs Materialien einkaufst (z. B. Spezialpapier für einen Aquarellkurs oder Verbrauchsmaterialien), musst du diese Kosten einkalkulieren oder mit der VHS klären, ob sie erstattet werden. Oftmals musst du diese Kosten selbst tragen.

Strategien, um deinen Verdienst als VHS-Dozent zu optimieren

Du kannst deinen Stundenlohn nicht immer direkt erhöhen, da die VHS feste Tarife hat. Aber du kannst deinen Gesamtverdienst maximieren, indem du effizienter arbeitest und die Kurse so gestaltest, dass sie gut laufen.

Die Macht der Teilnehmerzahl

Der größte Hebel für mehr Verdienst ist die Teilnehmerzahl. Wenn die VHS eine Mindestteilnehmerzahl festlegt (sagen wir 8 Personen), dann ist dein Honorar für die ersten 8 Teilnehmer meist niedriger kalkuliert als für jeden weiteren Teilnehmer. Oftmals steigt dein effektiver Stundenlohn pro Kopf, wenn der Kurs überfüllt ist, weil die Verwaltungskosten pro Person sinken und dein Honorar steigt, sobald eine bestimmte Schwelle überschritten wird.

Tipp: Wähle Themen, die eine breite Masse ansprechen, aber biete sie spezifisch genug an. Ein Kurs wie „Excel für Berufstätige – Aufbaukurs“ wird oft besser angenommen als etwas sehr Nischiges, wenn du gerade erst anfängst. Du findest eine Vielzahl von Beispielen für solche Angebote unter den Kursen im Vitalpark Heiligenstadt.

Kurse mit höherem Honorarpotenzial finden

Informiere dich gezielt nach Kursen, die tendenziell besser vergütet werden. Das sind oft Kurse, die spezifisches, aktuelles Fachwissen verlangen oder für die du eine spezielle Zertifizierung besitzt.

• Spezialisierte IT-Schulungen: Kurse zu neuen Softwareversionen oder speziellen Programmiersprachen.

• Prüfungsvorbereitungen: Vorbereitung auf Abschlüsse oder bestimmte Zertifikate (z. B. Sprachzertifikate).

• Intensivkurse/Workshops: Kürzere, hochpreisige Veranstaltungen am Wochenende bringen oft mehr Umsatz pro Zeiteinheit als wöchentliche Abendkurse.

Vorbereitungszeit und Verwaltungsaufwand

Bedenke: Die Zeit, die du für die Kursvorbereitung, die Korrektur von Aufgaben oder die Kommunikation mit Teilnehmern außerhalb der Unterrichtszeit verbringst, wird in der Regel nicht extra vergütet. Wenn du einen Kurs anbietest, der viel Vorbereitung braucht, aber nur geringe Teilnehmerzahlen hat, sinkt dein tatsächlicher Stundenlohn extrem. Plane daher eher Kurse, bei denen du viel auf bereits vorhandenes Material zurückgreifen kannst, wenn du deinen Verdienst optimieren willst.

Wann lohnt sich das Angebot eines VHS-Kurses für dich?

Die Entscheidung, ob sich das Anbieten von VHS-Kursen für dich lohnt, hängt stark von deinen persönlichen Zielen ab. Wenn du hauptsächlich dein volles Gehalt ersetzen willst, wirst du wahrscheinlich enttäuscht sein, da die Honorare oft nicht hoch genug sind, um die Abzüge und die nicht vergütete Vorbereitungszeit auszugleichen.

Wenn du aber Freude daran hast, dein Hobby oder deine Expertise zu teilen, deine pädagogischen Fähigkeiten zu trainieren und ein angenehmes Zubrot zu verdienen, dann ist es eine großartige Möglichkeit. Viele Dozenten sehen es als Bereicherung des Lebenslaufs und als wertvolle soziale Erfahrung. Der Verdienst ist dann ein willkommener Bonus, nicht das alleinige Ziel.

Prüfe immer die Rahmenbedingungen. Wie viele Kurse kannst du realistisch managen, ohne deine Haupttätigkeit zu vernachlässigen? Wie hoch ist die Anmeldequote in deiner Stadt? Diese Faktoren beeinflussen deinen Verdienst als Honorarkraft an der VHS massiv. Sprich offen mit der Fachbereichsleitung über die typischen Teilnehmerzahlen der letzten Semester, um eine realistische Erwartungshaltung für deinen potenziellen Verdienst zu entwickeln.

häufig gestellte fragen

wie viel muss ich für meine kurse verlangen

Du verlangst gar nichts direkt. Die Volkshochschule legt die Kursgebühr fest. Dein Honorar wird als fester Satz pro Unterrichtsstunde im Honorarvertrag mit der VHS vereinbart. Schau dir die Sätze anderer Dozenten an, wenn du die Möglichkeit hast, um ein Gefühl für die Spanne zu bekommen.

muss ich als vhs-dozent steuern zahlen

Ja, das musst du. Da du auf Honorarbasis arbeitest, bist du für die korrekte Versteuerung deiner Einnahmen selbst verantwortlich. Du musst diese Einkünfte in deiner jährlichen Einkommensteuererklärung angeben, auch wenn du nur wenig verdienst.

wie bekomme ich überhaupt einen vertrag

Du musst der VHS ein überzeugendes Kurskonzept vorlegen, das deren thematischen Bedarf trifft. Die Fachbereichsleitung entscheidet, ob dein Thema interessant genug ist und ob du die nötige Fachkompetenz mitbringst. Es ist ein Bewerbungsprozess über das Kursangebot.