Warum gerade jetzt SolidWorks lernen?
SolidWorks ist mehr als nur ein Zeichenprogramm. Es ist das Werkzeug, mit dem Ingenieure, Produktdesigner und technische Zeichner die Welt von morgen formen. Egal, ob du Ersatzteile für deine alte Kaffeemaschine konstruieren, ein komplexes Maschinenbauteil entwerfen oder einfach nur deine Karrierechancen verbessern willst – SolidWorks Kenntnisse sind Gold wert. Viele Leute fangen an, weil sie merken, dass ihre bisherigen 2D-Zeichnungen nicht ausreichen, um eine Idee dreidimensional umzusetzen. Der Sprung vom Wunsch zur fertigen, parametrischen 3D-Modellierung ist groß, aber mit der richtigen Anleitung schaffst du das.
Die verschiedenen Arten von SolidWorks Kursen
Wenn du nach Trainings suchst, wirst du schnell feststellen, dass die Auswahl riesig ist. Es gibt nicht den einen Königsweg. Die besten SolidWorks Schulungen passen sich deinem Lernstil und deinem aktuellen Wissenstand an. Hier siehst du die gängigsten Optionen im Überblick:
Präsenzseminare: Der Klassiker für intensive Lerner
Diese Kurse finden meistens in Schulungszentren statt. Du sitzt mit anderen Teilnehmern im Raum und hast einen Trainer direkt vor dir. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Sofortige Fragenbeantwortung und eine feste Struktur. Wenn du jemanden brauchst, der dich regelmäßig motiviert und dir die Hand über die Schulter hält, ist das eine super Wahl. Sie sind oft thematisch sehr fokussiert, zum Beispiel auf „Blechkonstruktion mit SolidWorks“ oder „Fortgeschrittene Baugruppen“. Der Nachteil? Sie sind zeitlich unflexibel und oft die teuerste Variante, besonders wenn du für Anreise und Unterkunft sorgen musst.
Online-Live-Kurse: Flexibilität trifft Interaktion
Das ist der Mittelweg. Du sitzt bequem zu Hause, loggst dich aber zu festen Zeiten ein. Der Trainer teilt seinen Bildschirm, und du arbeitest parallel an deiner eigenen Software-Installation. Du kannst Fragen stellen, aber du sparst dir die Fahrtzeit. Diese Form der SolidWorks Weiterbildung online gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Achte hier darauf, dass der Kurs eine begrenzte Teilnehmerzahl hat, damit der Trainer auch wirklich auf deine individuellen Probleme eingehen kann.
VIDEO: SOLIDWORKS Plastics: Fllsimulation in drei einfachen Schritten – Kurzanleitung
Nützliche Websites
Tauche tiefer in das Thema SolidWorks Kurse: Effektives CAD-Training für Einsteiger & ein – mit diesen hilfreichen Quellen.
• SolidWorks Kurs – SolidWorks Schulung mit Zertifikat für Einsteiger …
Selbstlernkurse und Videotutorials: Lerne, wann du Zeit hast
Für viele Berufstätige sind asynchrone Online-Kurse die Rettung. Du kaufst den Zugang zu einer Videobibliothek und arbeitest die Lektionen in deinem eigenen Tempo durch. Das ist ideal, wenn du nur abends oder am Wochenende Zeit hast. Hier kommt es stark auf die Qualität des Materials an. Sind die Beispiele aktuell? Sind die Übungsdateien dabei? Wenn du eine sehr spezifische Aufgabe lösen musst, sind diese Kurse super, um schnell eine Nische zu vertiefen, aber für den kompletten Neueinsteiger kann es manchmal etwas einsam werden, wenn man nicht weiterkommt.
Wie wählst du den richtigen Kurs für dich aus?
Bevor du dich auf einen teuren Kurs festlegst, musst du wissen, wo du stehst und wo du hinwillst. Nimm dir einen Moment Zeit und ehrlich zu reflektieren. Das hilft dir, die besten SolidWorks Kurse für Anfänger oder Fortgeschrittene zu finden.
Dein aktuelles Level bestimmen
Bist du blutiger Anfänger? Das heißt, du hast die Software noch nie geöffnet und weißt nicht, was ein „FeatureManager Design Tree“ ist? Dann brauchst du einen Grundkurs, der wirklich bei den Basics beginnt: Skizzenerstellung, Basis-Features wie Extrudieren und Rotieren. Wenn du die erstellten Modelle anschließend in der Fertigung einsetzen möchtest, ist eine Erweiterung durch Fachwissen für die Fertigung sinnvoll. Oder bist du schon drin, aber du kämpfst mit komplexen Zahnrädern oder Simulationen? Dann sind spezialisierte SolidWorks Konstruktionskurse sinnvoller.
Das Ziel definieren
Was möchtest du am Ende können? Willst du Prototypen für den 3D-Druck erstellen? Dann liegt der Fokus auf der Modellierung und vielleicht sogar auf der FEM-Analyse (Finite-Elemente-Methode, das ist die Simulation von Kräften). Musst du vorhandene Zeichnungen importieren und überarbeiten? Dann sind Import-/Export-Funktionen und Zeichnungsableitung wichtig. Ein Kurs, der dir beibringt, wie man eine einfache Schraube modelliert, hilft dir nicht beim Entwerfen einer kompletten Maschine. Sei spezifisch mit deinem Ziel.
Die Praxisnähe prüfen
SolidWorks ist reine Anwendung. Theorie ist nett, aber du musst es selbst machen. Achte bei der Kursbeschreibung darauf, ob echte Praxisbeispiele verwendet werden. Werden die Übungen auf reale Bauteile oder Baugruppen übertragen? Ein guter Kurs liefert dir die fertigen Modelle, damit du sie auseinandernehmen und nachvollziehen kannst, wie der Trainer sie gebaut hat. Suche nach Kursen, die einen hohen Anteil an Übungszeit haben, nicht nur an Vortragszeit.
Tipps für den direkten Einstieg: Was du vorher üben kannst
Manchmal musst du nicht sofort einen teuren Kurs buchen. Manchmal helfen kleine Schritte, um herauszufinden, ob die Software überhaupt etwas für dich ist. Hier sind ein paar Dinge, die du selbst ausprobieren kannst, bevor du dich festlegst, welche SolidWorks Trainingsangebote am besten passen:
• Die Oberfläche erkunden: Öffne die Software (falls du Zugang hast) und schau dir die Menübänder an. Klicke dich durch, ohne Angst zu haben, etwas kaputtzumachen. Die meisten Programme haben eine „Rückgängig“-Funktion.
• Einfache 2D-Skizzen erstellen: Versuche, ein Quadrat zu zeichnen und es dann mit dem Befehl „Extrudieren“ in einen Würfel zu verwandeln. Das ist das A und O der 3D-Modellierung.
• Parametrik verstehen: Zeichne das Quadrat, gib einer Seite die Bemaßung „100 mm“. Ändere diese Bemaßung auf „150 mm“. Siehst du, wie sich die Form automatisch anpasst? Das ist Parametrik – das Herzstück von SolidWorks.
• Kostenlose Ressourcen nutzen: Viele Hersteller und auch Hobbyisten stellen einfache Einführungsvideos auf YouTube ein. Das sind keine vollständigen Kurse, aber sie geben dir einen ersten Eindruck vom Look and Feel.
Zertifizierungen: Brauche ich das wirklich?
Manchmal liest du von „Certified SolidWorks Professional“ (CSWP) oder ähnlichen Titeln. Das sind offizielle Prüfungen von Dassault Systèmes, dem Hersteller. Brauchst du das für deinen Job? Das hängt stark von deiner Branche ab. Im Maschinenbau oder bei Zulieferern kann eine solche Zertifizierung ein echtes Plus sein und zeigt Arbeitgebern, dass du das Wissen strukturiert erworben hast. Wenn du jedoch nur für dich selbst Teile konstruierst, sind die praktischen Fähigkeiten wichtiger als das Papier. Viele SolidWorks Kurse online bereiten gezielt auf diese Prüfungen vor, falls das dein Ziel ist.
Die Sache mit den Kosten und der Software
Ein häufiges Hindernis sind die Kosten. Die Vollversion von SolidWorks ist teuer, weil sie für den professionellen Einsatz gedacht ist. Aber keine Panik: Du musst nicht sofort tief in die Tasche greifen, um zu lernen.
• Studentenversion: Wenn du noch im Studium bist, nutze unbedingt die kostenlose oder stark vergünstigte Studentenversion. Diese hat meistens volle Funktionalität.
• SolidWorks Maker-Lizenz: Für Hobbyisten gibt es die Maker-Lizenz. Diese ist deutlich günstiger und erlaubt dir, die Software für nicht-kommerzielle Projekte zu nutzen. Viele Online-Kurse sind für diese Version konzipiert.
• Prüfen der Kursgebühren: Manche Präsenzseminare kosten mehrere hundert Euro pro Tag. Vergleiche das mit den Kosten für einen mehrmonatigen Zugang zu einem spezialisierten Online-Videokurs. Manchmal bekommst du für den gleichen Preis deutlich mehr Übungszeit und Wiederholungsmöglichkeiten durch die Videoformate.
Denke daran: Du investierst in dein Können. Ein gut investierter Betrag in einen Kurs spart dir später Stunden frustrierender Fehlersuche, weil du das Prinzip nicht von Anfang an richtig verstanden hast.
Häufig gestellte fragen
was ist der unterschied zwischen 2d und 3d modellierung?
2D-Modellierung, wie du es vielleicht von alten Zeichenprogrammen kennst, arbeitet nur mit Linien auf einer Ebene – wie eine Bauzeichnung auf Papier. 3D-Modellierung mit SolidWorks erzeugt ein digitales, dreidimensionales Objekt mit Volumen, das du von allen Seiten betrachten und simulieren kannst. Die 3D-Modelle sind die Basis für Fertigungsverfahren wie den 3D-Druck oder die CNC-Fräsung.
muss ich technisch studiert haben, um solidworks zu lernen?
Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Während technisches Vorwissen hilft, sind die guten Einsteigerkurse so aufgebaut, dass sie dir die Grundlagen der Geometrie und Konstruktion Schritt für Schritt beibringen. Wenn du motiviert bist und räumlich denken kannst, lernst du die Software. Du musst kein Ingenieur sein, um ein guter Modellierer zu werden.
wie lange dauert es, bis ich ein einfaches teil zeichnen kann?
Wenn du einen guten, fokussierten Anfängerkurs besuchst und täglich übst, kannst du oft schon nach wenigen Tagen ein einfaches, voll funktionsfähiges 3D-Teil erstellen und es parametrisch ändern. Für komplexere Baugruppen mit vielen Einzelteilen solltest du allerdings mehrere Wochen bis Monate für solides Grundwissen einplanen.
