Achtsamkeit & Mindset

Was ist pekip kurse

Veröffentlicht 6. Dezember 2025

Was ist pekip kurse

Was ist PEKiP überhaupt? Eine Erklärung für den Alltag

PEKiP – das klingt erst einmal wie eine Abkürzung aus einem Behördenhandbuch, oder? Tatsächlich steht es für Pädagogisch Entwicklungsbegleitendes Gruppenprogramm für Eltern mit ihren Kindern. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Stell dir PEKiP als einen Ort vor, an dem du gemeinsam mit deinem Baby spielst, lernst und dich mit anderen Eltern austauschst. Es geht darum, die Entwicklung deines Kindes bewusst zu begleiten und zu fördern, und zwar auf eine sehr lockere und natürliche Weise.

Der Ursprung liegt in Frankreich, aber die Methode hat sich längst auch hier etabliert. Im Kern geht es darum, deinem Baby in den ersten Lebensmonaten viele neue Eindrücke zu schenken. Das ist die Zeit, in der sich das Gehirn deines Kindes rasant entwickelt. Die Kurse sind meistens für Babys ab der sechsten Lebenswoche bis zum ersten Geburtstag konzipiert. Du bist also meistens von Anfang an dabei.

Der Fokus: Spiel, Bewegung und Bindung

Viele denken, ein PEKiP Kurs sei eine Art strenger Erziehungskurs. Das ist falsch. Der Fokus liegt auf der positiven Interaktion zwischen dir und deinem Kind. Du lernst keine starren Regeln, sondern bekommst viele Ideen an die Hand, wie du alltägliche Situationen spielerisch gestalten kannst. Es geht darum, die natürlichen Bedürfnisse deines Babys zu erkennen und darauf einzugehen.

Was passiert dort konkret? In einem PEKiP Kurs steht die Sinneswahrnehmung deines Kindes im Mittelpunkt. Babys lernen durch Sehen, Hören, Fühlen und Schmecken. Die Kursleiterin zeigt dir Übungen, die du direkt mit deinem Baby machen kannst. Das können einfache Bewegungsspiele sein, die die Muskulatur anregen, oder Dinge, die die akustische Wahrnehmung fördern.

Ein wichtiger Aspekt der PEKiP Kurse ist auch das Kennenlernen von altersgerechten Materialien. Du probierst vielleicht neue Tücher aus, lernst einfache Massagegriffe oder erfährst, welche Klangspiele gerade gut ankommen. Alles findet auf Augenhöhe statt – deinem und dem deines Kindes.

Dein Vorteil als Elternteil: Austausch und Sicherheit

Oftmals ist der größte Gewinn eines PEKiP Kurses gar nicht das Baby, sondern du selbst. Diese erste Zeit mit einem Neugeborenen ist wunderschön, aber sie kann auch sehr isolierend sein. Man sitzt viel zu Hause, fragt sich ständig: „Mache ich das richtig?“

In der Gruppe findest du sofort Anschluss an andere Menschen, die genau die gleichen Fragen haben wie du. Du siehst, dass andere Babys auch mal lange schreien oder nicht sofort greifen, was du ihnen zeigst. Dieses Gefühl der Normalität ist Gold wert.

Du kannst ganz offen über deine Zweifel sprechen, wenn du zum Beispiel denkst, dass dein Baby zu wenig schläft oder wenn du dir Sorgen um die Entwicklungsstufen im ersten Lebensjahr machst. Die Kursleitung ist in der Regel pädagogisch geschult und kann dir konkrete Anregungen geben, ohne dich zu beurteilen.

VIDEO: Elternschule PEKIP

Wie läuft eine typische PEKiP Stunde ab?

Wenn du dich fragst, wie so eine Einheit strukturiert ist, stelle dir einen entspannten Vormittag vor. Die Kurse dauern meistens 60 bis 90 Minuten. Es gibt keinen starren Ablauf, der eingehalten werden muss, denn Babys bestimmen das Tempo.

Typischerweise beginnen die Treffen mit einem Begrüßungskreis. Hier tauschen sich die Eltern kurz aus, was in der letzten Woche passiert ist. Danach geht es in die Bewegungsphase. Das ist der Teil, wo die Kleinen auf großen Matten mit verschiedenen Materialien spielen und du als Elternteil angeleitet wirst.

• Begrüßung und Austausch: Kurzes Gespräch der Eltern, oft mit einem thematischen Einstieg der Kursleitung.

• Bewegungsanregungen: Gezielte Übungen, die die Motorik deines Babys fördern, wie etwa Bauchlage-Spiele oder das Ertasten von Texturen.

• Intensivphase (Spiel mit Material): Ihr nutzt spezielle Gegenstände, um die Sinne anzusprechen – oft mit Tüchern, Bällen oder Ringen.

• Erfahrungsberichte und Fragen: Hier ist Zeit für alle Sorgen und Fragen rund um Ernährung, Schlaf oder das allgemeine Wohlbefinden deines Babys. Manchmal gibt es auch kurze theoretische Impulse zu Themen wie Beikosteinführung (wenn das Alter passt).

• Abschluss und Verabschiedung: Oftmals ein ruhiges Lied oder eine kurze Entspannungsphase.

Wichtig ist: Wenn dein Baby Hunger hat oder eine frische Windel braucht, machst du das einfach mitten im Kurs. Die Gruppe ist darauf eingestellt. Das ist einer der größten Unterschiede zu vielen anderen Kursangeboten – hier darf das Leben mit Baby einfach passieren.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Kurs?

Viele Eltern fragen sich, wann sie mit den PEKiP Gruppenkursen starten sollen. Generell gilt: Je früher, desto besser, aber nur, wenn es für dich passt. Idealerweise meldest du dich an, wenn dein Baby etwa sechs Wochen alt ist. Das ist oft der Zeitpunkt, an dem die erste große Neugeborenenphase vorbei ist und du dich etwas stabiler fühlst.

Manche Frauen nehmen auch schon kurz nach der Geburt Kontakt auf, um sich einen Platz zu sichern. Das ist sinnvoll, denn die Gruppen sind oft klein gehalten (maximal acht Eltern-Kind-Paare), um eine intensive Betreuung zu gewährleisten. Wenn du also die Anmeldung für PEKiP Kurse frühzeitig erledigst, hast du mehr Auswahl bei den Terminen.

Aber keine Sorge, wenn dein Baby schon vier Monate alt ist: Du kannst meistens auch noch einsteigen. Die Kursleitungen sind erfahren darin, neue Paare in bestehende Gruppen zu integrieren. Sie passen die Übungen dann einfach etwas an das aktuelle Entwicklungsstadium deines Kindes an.

Was muss ich mitbringen, wenn ich an einem PEKiP Kurs teilnehmen möchte?

Die gute Nachricht: Du brauchst fast nichts Spezielles. Die Kursräume sind in der Regel so ausgestattet, dass du dich entspannt auf den Boden legen kannst. Hier sind ein paar Dinge, die praktisch sind:

• Eine weiche Unterlage oder eine eigene Spieldecke, falls du das möchtest.

• Deine üblichen Babysachen: Windeln, Wechselkleidung, Fläschchen oder Stilltuch.

• Bequeme Kleidung für dich, in der du dich gut bewegen kannst.

• Gute Laune und die Bereitschaft, dich auf dein Baby einzulassen.

Du musst keine teuren Spielzeuge kaufen, denn die Materialien werden meist vom Kurs gestellt oder sind einfache Alltagsgegenstände, die du leicht selbst imitieren kannst. Es geht nicht um Perfektion, sondern um die gemeinsame Zeit.

Zweifel und Hürden: Was, wenn mein Baby nicht mitmacht?

Das ist vielleicht die häufigste Sorge: „Was, wenn mein Baby weint oder einfach nur schläft, während alle anderen fröhlich spielen?“

Lass uns ehrlich sein: Das passiert in jedem Kurs. Und das ist absolut in Ordnung. Die PEKiP-Philosophie sieht das Baby als eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen. Wenn dein Baby gerade müde ist, dann ist das die wichtigste Information des Tages. Dann kuschelst du eben oder stillst in Ruhe, während die anderen spielen.

Die Kursleitung wird dir immer wieder versichern: Es geht nicht darum, dass dein Kind die Übung perfekt ausführt. Es geht darum, dass du ihm etwas anbietest und es die Gelegenheit hat, darauf zu reagieren – oder eben nicht. Selbst wenn dein Baby die meiste Zeit nur zusieht und dann einschläft, hast du trotzdem eine wertvolle Stunde der Bindung und des bewussten Beobachtens hinter dir.

Denke daran: Dein Baby profitiert auch davon, wenn du entspannt bist. Wenn der Kurs dir hilft, Stress abzubauen und neue Energie zu tanken, weil du dich mit anderen austauschen konntest, dann ist das der größte Erfolg, den dieser Kurs bieten kann, unabhängig davon, wie viele neue Motorikübungen ihr gelernt habt.

Häufig gestellte fragen

wie teuer sind pekip kurse ungefähr?

Die Kosten variieren stark je nach Stadt und Träger. Meistens liegen die Preise zwischen 10 und 15 Euro pro Stunde. Oftmals bieten Volkshochschulen oder freie Träger die Kurse an, und manchmal übernehmen Krankenkassen einen Teil der Kosten als Präventionsmaßnahme. Es lohnt sich, bei deiner Krankenkasse nachzufragen, ob sie Zuschüsse für qualifizierte PEKiP Gruppenstunden anbieten.

Hervorgehobene Quellen

Wir haben einige Top-Quellen zu Was ist pekip kurse für dich zusammengestellt.

PEKIP-Kurse für Babys: was ist das eigentlich?

muss ich immer zur gleichen zeit kommen?

Ja, die Kontinuität ist ein wichtiger Teil des Konzepts. Die Gruppen treffen sich in der Regel wöchentlich zur gleichen Zeit über einen Zeitraum von acht bis zwölf Wochen. Das schafft Vertrauen in der Gruppe und ermöglicht es der Kursleitung, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum zu begleiten und aufbauende Spiele anzubieten.

was passiert, wenn ich das kursziel verpasse?

Es gibt kein striktes Kursziel, das du verpassen könntest. Jede Stunde ist ein neues Angebot. Wenn du einmal krank bist oder einen wichtigen Termin hast, kannst du das natürlich nachholen, wenn die Kursleitung freie Plätze in einer anderen Gruppe anbietet. Aber mache dir keinen Druck: Dein Baby lernt auch außerhalb des Kurses jeden Tag extrem viel. Einmal verpasst, ist kein Weltuntergang.