Was steckt hinter den Liebscher und Bracht Kursen?
Es ist ganz natürlich, dass du skeptisch bist. Der Markt ist voll von schnellen Lösungen für chronische Beschwerden. Die Methode, die auf den Erkenntnissen dieser Lehrer basiert, geht einen anderen Weg. Es geht nicht primär darum, die Muskulatur zu stärken oder intensiv zu dehnen, wie du es vielleicht von anderen Fitnesskursen kennst. Stattdessen konzentriert sich dieser Ansatz darauf, was im Körper durch langes Sitzen, falsche Bewegungsmuster oder einseitige Belastung passiert ist.
Die Kernidee verstehen: Falsch gelernt und überspannt
Stell dir vor, dein Körper lernt über Jahre hinweg eine bestimmte Haltung. Du sitzt viel vor dem Computer, dein Hüftbeuger verkürzt sich, und deine Schultern fallen nach vorne. Dein Körper registriert diese Haltung als „normal“. Das Problem ist: Wenn Sehnen und Muskeln dauerhaft auf einer verkürzten Länge gehalten werden, signalisieren sie dem Gehirn Alarm. Das Gehirn interpretiert diesen Alarm als Schmerz und schützt den Bereich, indem es die Bewegung einschränkt. Genau hier setzt der Ansatz an, den man in den Kursen lernt.
Die Kurse zeigen dir, wie du diese überspannten Bereiche gezielt wieder auf ihre ursprüngliche Länge bringen kannst. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde einfach, wenn du es richtig lernst. Es sind spezielle Übungen, die helfen, diese alten Bewegungsmuster aufzulösen. Diese Übungen sind oft ungewohnt, aber gerade deshalb so effektiv, wenn es um das Lösen von Schmerzzuständen geht, die durch Verkürzungen entstanden sind.
Was passiert konkret in einem typischen Liebscher und Bracht Kurs?
Wenn du dich für einen Kurs entscheidest, sei es ein Anfängerkurs oder ein Aufbaukurs, wirst du schnell merken, dass es sehr praxisorientiert zugeht. Es ist kein passives Zuhören. Du musst mitmachen und deinen Körper neu erleben.
Die drei Säulen der Methode
Die Kursinhalte basieren meist auf drei Hauptbestandteilen, die du Schritt für Schritt erlernst:
• Faszien-Rollmassage: Das ist oft der erste Kontaktpunkt. Du arbeitest mit speziellen Rollen und Bällen an bestimmten Punkten deines Körpers. Das Ziel ist, die Spannung im Bindegewebe (Faszien) zu reduzieren. Das kann anfangs etwas unangenehm sein, aber es bereitet den Körper auf die nächsten Schritte vor. Es geht darum, die „Verklebungen“ zu lösen, die dich in deiner Bewegung blockieren.
• Engpassdehnungen: Das ist der Kern der Methode. Du lernst spezifische Dehnpositionen für die Bereiche, die bei dir am stärksten verkürzt sind – oft sind das die Hüftbeuger, die Rückseite der Oberschenkel oder die Brustmuskulatur. Diese Dehnungen hältst du etwas länger als gewohnt, aber auf eine Weise, die dein Körper toleriert, weil du vorher die Faszien gelockert hast.
• Gegenspannung: Hier kommt die Aktivierung ins Spiel. Nachdem du gedehnt hast, spannst du die Muskulatur im gedehnten Zustand bewusst an. Das sendet ein neues Signal an dein Gehirn: „Hier ist alles in Ordnung, diese Länge ist sicher.“ Das hilft dem Körper, die neue Dehnbarkeit langfristig zu behalten.
Diese drei Schritte wiederholst du in verschiedenen Kombinationen, je nachdem, welche Beschwerden im Kurs behandelt werden. Wenn du beispielsweise unter typischen Kniebeschwerden leidest, die vom falschen Laufen kommen, liegt der Fokus vielleicht auf der Beinrückseite und der Hüfte.
Bin ich für die Liebscher und Bracht Kurse geeignet?
Das ist eine wichtige Frage. Viele Menschen warten zu lange, weil sie glauben, sie müssten erst „besonders steif“ oder „schon sehr weit fortgeschritten“ sein. Das Gegenteil ist der Fall. Die Methode ist gerade für diejenigen gedacht, die im Alltag Schmerzen entwickeln, weil sie sich zu wenig bewegen oder einseitig belasten.
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Vertiefende Links
Für einen umfassenden Blick auf Liebscher & Bracht Kurse: Bewegung und Schmerzfreiheit konsultiere diese ausgewählten Quellen.
• Tina Liebscher | Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, LLP
Wann machen die Kurse besonders Sinn?
Denk mal nach, ob du dich in einer dieser Situationen wiederfindest:
• Du hast Schmerzen, aber Ärzte finden keine klare „Ursache“ wie einen Bandscheibenvorfall, sondern sagen „Verschleiß“ oder „Verspannung“.
• Dein Physiotherapeut hat dir Dehnübungen gegeben, die du gemacht hast, aber der Erfolg war nur kurzfristig.
• Du sitzt beruflich viel und spürst, wie dein Körper immer mehr „zusammensackt“.
• Du fühlst dich oft unbeweglich und hast Angst, dich zu verletzen, wenn du dich zu sehr anstrengst.
Wenn du hier ein „Ja“ siehst, bieten diese Kurse eine strukturierte Möglichkeit, aktiv etwas zu verändern. Es geht darum, deinem Körper beizubringen, wieder in eine gesündere Grundspannung zurückzufinden. Es geht nicht darum, sportlich fit zu werden, sondern darum, beweglich und schmerzfrei zu bleiben.
Zweifel an der Dauerhaftigkeit
Viele fragen sich: „Lerne ich das einmal und dann war’s das?“ Nein. Der große Wert der Kurse liegt darin, dass du das Wissen erwirbst, wie du selbständig weiterarbeiten kannst. Ein guter Kurs legt Wert darauf, dir die Hintergründe zu erklären. Du lernst, wie du die Übungen in deinen Alltag integrierst – vielleicht nur 10 Minuten morgens oder abends. Es ist eine Investition in dein langfristiges Körpermanagement.
Die praktische Umsetzung: Wie starte ich am besten?
Wenn du dich entschieden hast, einen Kurs zu besuchen, stehen dir verschiedene Wege offen. Informiere dich genau über die Formate, die angeboten werden, denn nicht jeder Kurs ist gleich aufgebaut.
• Der Einsteigerkurs: Oft ist das der beste Startpunkt. Hier lernst du die Grundlagen der Faszienrolle und die wichtigsten Engpassdehnungen für die häufigsten Problemzonen (Hüfte, Schultern, Nacken). Du bekommst eine solide Basis, um die Methode überhaupt zu verstehen.
• Regelmäßige Übungsstunden: Nachdem du die Basis gelernt hast, gibt es oft fortlaufende Stunden. Diese helfen dir, dranzubleiben und die Übungen zu vertiefen. Es ist wie beim Erlernen einer Sprache: Regelmäßiges Üben hält das Wissen frisch und die Erfolge sichtbar.
• Online-Angebote: Viele Trainer bieten mittlerweile auch Online-Kurse an. Das ist praktisch, wenn du zeitlich sehr flexibel sein musst. Achte hierbei aber darauf, dass du Feedback bekommst, gerade am Anfang, damit du die Übungen korrekt ausführst.
Nimm dir Zeit, bevor du dich anmeldest. Schau dir an, wer den Kurs gibt. Ein guter Kursleiter ist jemand, der die Philosophie versteht und dir nicht nur sagt, was du tun sollst, sondern auch erklärt, warum du es tust. Du solltest dich wohl und sicher fühlen, auch wenn die Dehnungen intensiv sind.
Was unterscheidet diesen Ansatz von klassischer Physiotherapie?
Das ist ein häufiges Missverständnis. Es geht nicht darum, sich für den einen oder den anderen Weg zu entscheiden. Viele sehen die Methode als eine hervorragende Ergänzung zur klassischen Behandlung.
Ein Physiotherapeut arbeitet oft aktiv an dir – er mobilisiert, massiert oder nutzt spezielle Techniken, um akute Probleme zu lindern. In den Kursen lernst du hingegen, dich selbst zu behandeln. Du wirst aktiv und übernimmst die Kontrolle über deine Körperhaltung und Spannung. Das ist der Unterschied: Während der Therapeut dir hilft, das Loch zu füllen, lernst du in den Kursen, wie du das Loch gar nicht erst entstehen lässt, indem du deine täglichen Bewegungsgewohnheiten anpasst und die Faszien pflegst.
Die Kurse sind präventiv und lösungsorientiert für Schmerzen, die aus einer muskulär-faszialen Dysbalance resultieren. Sie geben dir ein Werkzeug an die Hand, das du immer dabeihast – deinen eigenen Körper und das Wissen, ihn richtig zu „pflegen“. Erfahre mehr über unsere Sportmedizin Kurse, Fortbildungen und Zertifizierungen.
häufig gestellte fragen
wie lange dauert es, bis ich eine verbesserung merke?
Das ist sehr individuell und hängt davon ab, wie lange das Problem schon besteht und wie konsequent du übst. Manche Menschen berichten schon nach den ersten Terminen von einer Lockerung. Bei chronischen Schmerzen braucht es meistens einige Wochen konsequenter Anwendung, um echte, spürbare Veränderungen im Körper zu etablieren.
muss ich sehr flexibel sein, um mitzumachen?
Überhaupt nicht. Das ist die Ironie daran: Die Methode ist gerade für Menschen konzipiert, die sich nicht flexibel fühlen. Du beginnst genau dort, wo du gerade stehst. Die Übungen passen sich deiner aktuellen Beweglichkeit an, und mit der Zeit wirst du feststellen, dass du automatisch mehr Bewegungsfreiheit gewinnst, ohne dich quälen zu müssen. Diese Herangehensweise an die persönliche Entwicklung gilt auch für die berufliche Weiterbildung, beispielsweise bei einer Heilpraktiker Ausbildung.
sind die übungen schmerzhaft?
Die Faszienmassage kann an manchen Stellen intensiv sein, vergleichbar mit einem starken Druck auf einen verspannten Muskel. Die eigentlichen Dehnübungen sollen aber nicht wehtun. Es zieht und dehnt sich, und du spürst die Spannung, aber es sollte kein stechender oder dumpfer Schmerz sein, der dich verkrampfen lässt. Dein Kursleiter zeigt dir genau, wie du die Intensität für dich selbst regulierst.
