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Dlrg rettungsschwimmer kurse

Veröffentlicht 16. November 2025

Dlrg rettungsschwimmer kurse

Was ist ein Rettungsschwimmer überhaupt und warum sollte ich diesen Kurs machen?

Ein Rettungsschwimmer ist mehr als nur jemand, der gut schwimmt. Er ist ausgebildet, Gefahren im Wasser zu erkennen, präventiv zu handeln und im Notfall schnell und sicher zu reagieren. Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine unglaublich bereichernde Aufgabe. Viele machen den Kurs zunächst für sich selbst – um die eigenen Kinder oder Freunde besser schützen zu können. Andere suchen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung oder möchten ehrenamtlich arbeiten, zum Beispiel am Wochenende im örtlichen Schwimmbad oder im Wachdienst am Strand.

Du fragst dich vielleicht, welche Scheine du genau brauchst. Die DLRG bietet verschiedene Stufen an. Die Grundlagen lernst du im Rettungsschwimmabzeichen Bronze. Darauf aufbauend folgen Silber und Gold. Diese Abzeichen sind international anerkannt und zeigen, welche Qualifikationen du besitzt. Wenn du später an öffentlichen Bädern oder Seen als Bademeister oder Wachgänger arbeiten möchtest, benötigst du meistens mindestens das Abzeichen in Silber.

Voraussetzungen für den Einstieg in die DLRG Rettungsschwimmer Kurse

Bevor du dich anmeldest, solltest du ein paar Grundlagen erfüllen. Keine Sorge, du musst kein Profischwimmer sein, aber eine solide Grundfitness ist wichtig. Die DLRG legt Wert darauf, dass jeder Teilnehmer sicher im Wasser ist. Das ist keine reine Theorieveranstaltung. Du musst dich im Wasser bewegen können, und zwar zügig.

Die wichtigsten formalen Voraussetzungen sind oft:

• Ein Mindestalter. Für Bronze liegt das meist bei 12 Jahren, für Silber und Gold höher.

• Ein gültiger Erste-Hilfe-Kurs. Diesen musst du oft nicht extra bei der DLRG machen, aber er muss aktuell sein, wenn du das Abzeichen machen möchtest.

• Schwimmfähigkeiten. Hier wird es konkret.

Beim Schwimmen geht es nicht nur um die Strecke, sondern auch um die Zeit und die Technik. Typischerweise musst du für den Bronze-Kurs 200 Meter Schwimmen nachweisen können, davon 50 Meter mit realistischer Rettungsgrifftechnik. Das klingt kompliziert, aber keine Sorge: Die Ausbildungseinheiten sind genau darauf ausgelegt, dir diese Techniken beizubringen, falls du sie noch nicht beherrschst. Wenn du aber das Gefühl hast, du brichst nach 50 Metern ein, solltest du vorher noch etwas üben.

Der Aufbau der Rettungsschwimmer Ausbildung: Was lerne ich da genau?

Die Ausbildung ist modular aufgebaut. Das ist gut, denn es erlaubt dir, Schritt für Schritt voranzukommen und nichts zu überstürzen. Ein Rettungsschwimmer Kurs besteht immer aus zwei Hauptbereichen: Theorie und Praxis. Beides ist gleich wichtig, denn im Ernstfall musst du schnell die richtige Entscheidung treffen können und dann das Handwerkszeug beherrschen.

Die Theorie: Gefahren erkennen und richtig reagieren

Im theoretischen Teil lernst du die Grundlagen der Anatomie, der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und natürlich die spezifischen Gefahren am Wasser. Du lernst, wie man einen Ertrinkungsunfall erkennt. Das ist oft subtiler, als man denkt. Viele denken, jemand schreit panisch, aber in Wirklichkeit sind die Opfer oft still und kämpfen unter der Oberfläche.

Wichtige Themen hier sind:

• Erste Hilfe bei Badeunfällen (z. B. Hitzschlag, Unterkühlung).

• Atmungsprobleme und das korrekte Vorgehen bei der Beatmung.

• Das richtige Einschätzen von Strömungen, Wellen oder Eisflächen (je nach Standort).

• Rechtliche Grundlagen: Wann darfst du helfen und wie weit reicht deine Verantwortung?

Diese Einheiten finden oft in einem Schulungsraum statt und sind sehr interaktiv. Du übst die stabile Seitenlage an Land und sprichst über Szenarien. Das hilft dir, mental auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

VIDEO: DLRG | "Mein Weg zum ZWRD-K": Die Prfung zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen

Die Praxis: Schwimmen, Tauchen und Retten

Der praktische Teil ist natürlich das Herzstück der Ausbildung zum DLRG Rettungsschwimmer. Hier geht es darum, die Technik zu meistern. Du lernst verschiedene Schwimmstile, die effizient sind, wenn du eine Person retten musst. Du trainierst das Retten ohne oder mit Hilfsmitteln wie einem Holm (einem Rettungsbrett oder Gurt).

Ein zentraler Punkt ist der Rettungsgriff. Wie nähere ich mich der hilfsbedürftigen Person, ohne selbst in Gefahr zu geraten? Wie bekomme ich sie sicher an den Beckenrand und wie lege ich sie dort ab? Das alles wird in Kleingruppen intensiv geübt. Du wirst viele Male selbst der Retter und oft auch der Gerettete sein. Das ist gut, denn so erlebst du die Situation aus beiden Perspektiven.

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer Silber beinhaltet auch das Tauchen mit Gegenständen. Du musst zum Beispiel einen Ring oder einen Gegenstand vom Grund des Beckens holen. Das ist wichtig, um zu prüfen, ob jemand bewusstlos auf den Grund gesunken ist.

Wie finde ich den richtigen Kurs und was kostet das?

Die Suche nach dem passenden Kurs ist meist unkompliziert. Die DLRG ist sehr gut organisiert. Du suchst am besten direkt auf der Webseite deiner lokalen DLRG-Ortsgruppe. Dort findest du Termine für die nächsten Rettungsschwimmlehrgänge. Achte darauf, ob sie den Kurs für Bronze, Silber oder Gold anbieten.

Oftmals werden die Kurse in zwei Formen angeboten:

• Kompaktkurse: Diese finden an wenigen Wochenenden oder in einer intensiven Woche statt. Sie sind zeitlich straff, aber du hast schnell das Abzeichen in der Tasche.

• Reguläre Kurse: Diese laufen über mehrere Wochen, oft einmal pro Woche im Schwimmbad. Das ist entspannter und lässt dir mehr Zeit, die Techniken zu verinnerlichen. Das ist oft gut, wenn du dich noch unsicher fühlst.

Was die Kosten angeht: Die DLRG ist ein gemeinnütziger Verein. Die Kosten für die reinen Ausbildungseinheiten sind meist moderat. Du zahlst in der Regel eine Kursgebühr, die Material (wie Schnorchel oder Flossen für das Training) und die Prüfungsgebühren abdeckt. Rechne je nach Region und Umfang mit Kosten zwischen 50 und 150 Euro für einen kompletten Lehrgang. Hinzu kommen eventuelle Kosten für das benötigte Erste-Hilfe-Zertifikat, falls du dieses nicht schon besitzt.

Mehr zu diesem Thema

Hier sind einige informative Links speziell zu Dlrg rettungsschwimmer kurse.

Rettungsschwimmen | DLRG Landesverband Hessen e.V.

Wir bilden aus! | DLRG e.V.

Dein Fahrplan: Vom Anfänger zum Retter

Wenn du jetzt den Entschluss gefasst hast, einen DLRG Rettungsschwimmer Kurs zu belegen, hilft dir dieser einfache Plan:

• Fitness-Check: Schwimme 200 Meter ohne Pause. Kannst du das komfortabel? Wenn nicht, übe das erstmal.

• Erste Hilfe Check: Ist dein Erste-Hilfe-Schein aktuell (meist nicht älter als zwei Jahre)? Wenn nein, melde dich für einen an.

• Ortsgruppe finden: Gehe auf die Webseite der DLRG in deiner Nähe und suche nach Terminen für Rettungsschwimmabzeichen.

• Anmelden und Fragen stellen: Melde dich an und zögere nicht, die Ausbilder direkt anzusprechen. Frage nach den genauen Anforderungen für den Kurs, den du belegen möchtest.

• Durchhalten: Gerade die ersten Male beim Üben der Rettungsgriffe fühlen sich ungeschickt an. Das ist normal. Bleib dran, dann sitzt die Bewegung bald automatisch.

Denke immer daran: Die Ausbildung ist darauf ausgelegt, dich sicher zu machen. Du musst nicht perfekt starten. Du startest, weil du besser werden willst. Das ist der wichtigste Schritt.

Häufig gestellte Fragen

wie lange dauert es, bis ich den ersten schein habe?

Das hängt stark von der Kursform ab. Ein sehr intensiver Wochenendkurs kann dich theoretisch in nur zwei bis drei Tagen durch die Prüfungen bringen, wenn du die Voraussetzungen schon erfüllst. Üblicherweise dauern die Kurse, die parallel zum normalen Leben laufen, aber etwa vier bis acht Wochen, da die Theorie und Praxis gut verteilt werden müssen.

muss ich zwingend mitglied in der dlrgl werden?

Für die Teilnahme an den regulären Rettungsschwimmkursen und Prüfungen ist meist eine Mitgliedschaft im Verein notwendig. Der Grund dafür ist, dass die Versicherung für die Ausbildung und den anschließenden Wachdienst über den Verein läuft. Oftmals ist der Mitgliedsbeitrag sehr gering und lohnt sich allein schon wegen der Sicherheit während des Trainings.

was mache ich, wenn ich die theoretische prüfung nicht bestehe?

Das ist kein Weltuntergang. Wenn du eine Prüfung nicht bestehst, bieten die meisten Ortsgruppen dir an, dass du in der nächsten Übungsstunde oder dem nächsten Kurs die Prüfung wiederholen kannst. Du musst nicht den kompletten Kurs noch einmal bezahlen. Die Ausbilder wollen, dass du es schaffst, und geben dir die nötige Unterstützung, um die Lücken zu schließen.